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Studie

Ziel, Durchführung, Stichprobe und Ablauf des Düsseldorfer Freizeit- und Kulturpanels.

Wer fragt, und warum Sie

Hinter dem Düsseldorfer Freizeit- und Kulturpanel steht eine einzelne Person: Christian Sondergeld, Soziologe in Düsseldorf (mehr zur Person). Er führt die Erhebung privat durch — auf eigene Kosten, in eigener Verantwortung und mit persönlicher Haftung. Es steht kein Unternehmen dahinter und kein Auftraggeber.

Ziel ist es zu messen, wer Freizeit- und Kulturangebote nutzt, wer nicht — und ob Einrichtungen und Bevölkerung aneinander vorbeischauen. Über Kultur, Freizeit und das Leben in der Stadt wird viel entschieden — über Programme, Öffnungszeiten, Standorte und Prioritäten. Wer davon betroffen ist, wird dabei bislang selten systematisch gefragt. Genau das holt diese Erhebung nach.

Warum Sie? Ihre Anschrift stammt aus einer Zufallsstichprobe. Ein mathematisches Verfahren hat aus den amtlichen Geodaten des Landes Nordrhein-Westfalen eine begrenzte Zahl von Anschriften gezogen, und Ihrer war darunter. Wir haben Sie nicht ausgewählt, weil Sie sich für Kultur interessieren oder irgendwo Daten hinterlassen haben.

Das ist der Kern der Methode: Nur wenn jede Anschrift dieselbe Chance hat, gezogen zu werden, lassen die Ergebnisse Rückschlüsse auf die Bevölkerung des erhobenen Stadtbezirks zu — und nach der Ausweitung auf die Stadtbevölkerung insgesamt. Deshalb kann Sie auch niemand ersetzen — jede Absage macht das Bild ein Stück ungenauer, besonders für Gruppen, die ohnehin selten antworten. Ihre Teilnahme ist gleichwohl freiwillig.

Die Studie auf einen Blick

Ziel
Messen, wer Freizeit- und Kulturangebote nutzt, wer nicht — und ob Einrichtungen und Bevölkerung aneinander vorbeischauen
Auftraggeber und Auswertung
Es gibt keinen Auftraggeber. Christian Sondergeld erhebt und wertet selbst aus; öffentliche Stellen, Unternehmen oder Sponsoren sind nicht beteiligt.
Durchführung der Erhebung
Christian Sondergeld als Privatperson, aus eigenen Mitteln finanziert
Erhebungsphase
Pilotstudie im Stadtbezirk 1. Die Ausweitung auf alle zehn Stadtbezirke ist geplant; über Zeitpunkt und Zuschnitt entscheidet die Auswertung der Pilotstudie.
Stichprobe
Geschichtete Klumpenstichprobe aus amtlichen Geodaten des Landes Nordrhein-Westfalen, angelehnt an das Verfahren des Mikrozensus · 2.300 Auswahlbezirke stadtweit, davon 364 in der Pilotstudie im Stadtbezirk 1
Erhebungszeitraum
ab Oktober 2026
Rücklaufwege
Onlinefragebogen. Wer nicht online teilnehmen kann, meldet sich bei uns
Teilnahme
Freiwillig, mit Zugangscode aus dem Anschreiben, ohne Registrierung

Ablauf der Studie

  1. Konzeption

    Fragebogen entwickeln, testen und mit der Stichprobenplanung abstimmen. In dieser Phase wird festgelegt, was gefragt wird — und was bewusst nicht.

  2. Öffentlichkeitsarbeit

    Die Erhebung wird angekündigt, bevor die Anschreiben eintreffen. Wer vorab gehört hat, worum es geht, wirft den Brief seltener ungelesen weg — und kann eine echte Ankündigung leichter von einem Betrugsversuch unterscheiden.

  3. Befragung

    Die ausgewählten Haushalte erhalten ihr Anschreiben mit Zugangscode und füllen den Fragebogen aus — online, auf Wunsch auf Papier oder telefonisch.

  4. Kommunikation der Ergebnisse

    Die Auswertung wird veröffentlicht — unter Artikel und im Ergebnisbericht. Zusammengefasste Auswertungen stehen danach auch Kultureinrichtungen, Freizeitanbietern und kommunalen Stellen zur Verfügung, teils entgeltlich; Einzelantworten sind darin nie enthalten.

Neutralität und Selbstbeschränkung

Eine Befragung, die nach Kultur und Freizeit fragt, berührt Bereiche, in denen Menschen sehr unterschiedliche Überzeugungen haben. Deshalb drei Festlegungen, an denen wir uns messen lassen.

Weltanschaulich und parteipolitisch neutral

Das Panel vertritt keine weltanschauliche Position und steht keiner Partei, keiner Kirche, keinem Verband und keiner Interessengruppe nahe. Es wird von keiner politischen Stelle finanziert und von keiner beauftragt.

Dass im Fragebogen dennoch nach politischen Einstellungen gefragt wird, ist kein Widerspruch: Solche Angaben sind in der Sozialforschung übliche Merkmale, mit denen sich Unterschiede zwischen Gruppen überhaupt erst sichtbar machen lassen — genauso wie Alter, Bildung oder Wohndauer. Sie werden ausgewertet, nicht bewertet. Die Beantwortung dieses Frageblocks ist freiwillig und kann übersprungen werden, ohne dass die Teilnahme dadurch unvollständig wird.

Kein Eingriff in die Kunstfreiheit

Die Erhebung beschreibt, unter welchen Bedingungen kulturelle Angebote genutzt werden oder ungenutzt bleiben. Sie leitet daraus keine Empfehlungen ab, was gespielt, gezeigt oder ausgestellt werden soll. Was ein Haus aus einem Befund macht, ist seine künstlerische Entscheidung und bleibt es. Die Freiheit der Kunst nach Artikel 5 Absatz 3 des Grundgesetzes ist keine Größe, die durch Umfragedaten zu begründen oder zu begrenzen wäre.

Keine Publikumserziehung

Das Panel will niemanden ins Theater bringen. Wer keine kulturellen Angebote nutzt, hat in dieser Untersuchung kein Defizit, das zu beheben wäre — er hat Gründe, und die zu verstehen ist der eigentliche Zweck. Nicht hinzugehen ist eine ebenso gültige Antwort wie hinzugehen, und sie wird in der Auswertung genauso ernst genommen.

Deshalb enthält der Fragebogen keine Appelle, keine Hinweise auf Veranstaltungen und keine Angebote. Er fragt und wirbt nicht.

Wann in Ihrem Stadtbezirk erhoben wird

Die Erhebung beginnt als Pilotstudie im Stadtbezirk 1 und läuft nicht überall gleichzeitig. Was wo und wann erhoben wird, steht vorab hier — damit Sie nachsehen können, ob ein Anschreiben in Ihrem Stadtbezirk zu diesem Zeitpunkt überhaupt plausibel ist.

Für die übrigen Stadtbezirke ist noch kein Monat festgelegt. Er wird hier veröffentlicht, bevor dort Anschreiben eingeworfen werden. Umgekehrt heißt das: Steht für Ihren Stadtbezirk hier kein Monat, dann kommt von uns auch kein Anschreiben.

Die Spalte Auswahlbezirke zeigt die Stichprobe, wie sie am 11. August 2026 in einem einzigen Zug für das ganze Stadtgebiet gezogen wurde — 2.300 Auswahlbezirke, verteilt auf die zehn Stadtbezirke. Sie steht hier, damit der Umfang nachvollziehbar ist. Eine Zusage, in einem Bezirk zu erheben, ist sie nicht — das sagt allein die Spalte Erhebung.

Erhebungsplan und Stichprobenumfang. Ein Monat steht nur dort, wo die Erhebung entschieden ist. Stand: 2. September 2026.
Stadtbezirk Erhebung Auswahl­bezirke
Stadtbezirk 1 Oktober 2026 364
Stadtbezirk 2 noch nicht festgelegt 244
Stadtbezirk 3 noch nicht festgelegt 489
Stadtbezirk 4 noch nicht festgelegt 158
Stadtbezirk 5 noch nicht festgelegt 105
Stadtbezirk 6 noch nicht festgelegt 218
Stadtbezirk 7 noch nicht festgelegt 154
Stadtbezirk 8 noch nicht festgelegt 195
Stadtbezirk 9 noch nicht festgelegt 302
Stadtbezirk 10 noch nicht festgelegt 71
Insgesamt Welle 1: zunächst nur Stadtbezirk 1 2.300

Welcher Stadtbezirk Ihrer ist, können Sie bei der Landeshauptstadt Düsseldorf nachsehen. Die zehn Bezirke tragen amtlich nur Nummern.

Was der Plan bedeutet — und was nicht

Der Plan sagt, wie viele Auswahlbezirke auf einen Stadtbezirk entfallen und wann dort erhoben wird — nicht, welche Anschriften ein Anschreiben erhalten. Das entscheidet allein das Zufallsverfahren. Aus dem Plan lässt sich also nicht ablesen, ob Ihre Anschrift dabei ist.

Und die beiden Zahlenspalten sagen Verschiedenes. Die Auswahlbezirke stehen fest — sie stammen aus der einen Ziehung vom 11. August 2026. Die Erhebung ist eine Entscheidung, und sie ist bisher nur für den Stadtbezirk 1 getroffen. Dass für einen Bezirk eine Zahl in der Tabelle steht, heißt deshalb nicht, dass dort erhoben wird.

Umgekehrt gilt der Plan streng: Wo hier kein Monat steht, wird auch nicht erhoben. Ein Anschreiben, das sich auf diese Erhebung beruft und in einem Stadtbezirk ohne veröffentlichten Monat ankommt, stammt nicht von uns.

Und er ändert nichts an der wichtigsten Regel: Der Zugangscode kommt ausschließlich per Post. Eine E-Mail, die sich auf diese Erhebung beruft, stammt nicht von uns — auch dann nicht, wenn der genannte Monat zum Plan passt.

Was mit Ihren Antworten geschieht

Ihre Antworten werden mit allen anderen zusammengefasst und nur in dieser Form ausgewertet — als Anteile, Mittelwerte und Vergleiche zwischen Gruppen. Einzelne Fragebögen werden weder veröffentlicht noch weitergegeben.

Was genau erhoben wird, wie lange es gespeichert bleibt und wer es auswertet, steht unter Daten. Die rechtlichen Angaben finden Sie in der Datenschutzerklärung.

Was diese Befragung nicht ist

  • Es wird Ihnen nichts verkauft und nichts beworben.
  • Ihre Einladung kommt per Post, nie per E-Mail; wir fragen niemals nach Bankdaten, Passwörtern oder Ausweisnummern.
  • Es gibt kein Gewinnspiel und keine Prämie — Ihre Teilnahme soll nicht erkauft werden.
  • Ihre Adressdaten werden nicht weitergegeben und nicht für andere Zwecke genutzt.

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Ihr Ansprechpartner

Christian Sondergeld Studienleitung

0211-566 92 534

sondergeld@duesseldorfer-kulturpanel.de

Ihren Zugangscode schicken wir nie per E-Mail und fragen niemals nach Bankdaten oder Passwörtern. Der Code kommt ausschließlich per Post.

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